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Hebeanlage im Keller: Störung erkennen

Regenfallrohr an einem Klinkerhaus wird bei Regen geprüft

Eine Hebeanlage pumpt Abwasser aus tief liegenden Räumen über die Rückstauebene in den Kanal. Läuft sie unauffällig, vergisst man sie leicht. Fällt sie aus oder meldet eine Störung, handelt ruhiger, wer Geräusche und Meldungen versteht.

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Nr. 01Wie eine Hebeanlage arbeitet

Nr. 02Geräusche richtig einordnen

Ein kurzes Brummen mit anschließendem Gurgeln ist normal, wenn die Pumpe anläuft und Wasser fördert. Ein Dauerbrummen ohne Förderung, ein Kreischen oder ein hartes Klacken deutet auf Probleme hin: Fremdkörper, blockiertes Laufrad oder Verschleiß.

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Nr. 03Störmeldung und Alarm

Die meisten Anlagen haben eine Alarmleuchte oder einen Signalton, der bei zu hohem Pegel auslöst. Die Meldung heißt: Das Wasser steigt schneller, als die Pumpe es fördert, oder die Pumpe läuft nicht. Das schützt die Anlage und verhindert, dass der Behälter überläuft und Abwasser im Raum steht.

  • Sinnvoll ist in diesem Fall, keine weiteren Abwassermengen einzuleiten. Verzichten Sie auf Duschen, Waschmaschine und Toilettenspülung, bis der Fachbetrieb geprüft hat. Bei Wasser im Keller sollten Sie keine elektrischen Geräte berühren und den Raum nur vorsichtig betreten.

  • Strom im betroffenen Bereich sollte von einer Elektrofachkraft abgeschaltet werden, wenn Wasser in der Nähe der Anlage steht. Hausverwaltung und Mieter sollten wissen, wer bei Störungen informiert wird, und wo die Anlage steht.

Nr. 04Häufige Ursachen

  • Typisch sind Fremdkörper wie Feuchttücher, Hygieneartikel und Fett, die das Laufrad blockieren. Auch ein klemmender Schwimmer, verkalkte Teile oder ein Ausfall der Steuerung kommen vor. Im Kellerbad kann das Spülwasser aus der Toilette die Anlage stärker belasten, als sie ausgelegt ist. Wiederholte Verstopfungen können auch an zu kleinen Rohren oder zu geringem Gefälle vor der Anlage liegen.

  • Wie man Verstopfungen am WC vermeidet, erläutert WC verstopft: Ursachen und Vorbeugen. Eine falsche Nutzung, etwa Kellerküchen mit viel Fett, schädigt Pumpe und Behälter auf Dauer.

  • Regelmäßige Wartung senkt die Gefahr von Ausfällen. Die Prüfung umfasst Pumpe, Schwimmer, Rückschlagklappe und Alarm. Fehler lassen sich oft vermeiden, wenn Bewohner wissen, was in Toilette und Abfluss nicht hingehört.

  • Auch die Entlüftung der Anlage verdient Beachtung. Hebeanlagen für fäkalienhaltiges Abwasser besitzen eine eigene Be- und Entlüftung, über die Gerüche und Gase abgeführt werden. Ist diese Leitung verstopft oder falsch angeschlossen, riecht es im Aufstellraum, obwohl die Pumpe ordnungsgemäß arbeitet.

Nr. 05Wartung und Planung

  1. Der Fachbetrieb reinigt den Behälter, prüft Pumpe, Schwimmer und Armaturen und testet die Alarmfunktion. Er bewertet, ob die Leistung zu den angeschlossenen Geräten passt und ob die Anlage zugänglich ist. Dabei wird auch der Zustand der Zuleitungen und der Druckleitung beurteilt, denn jede Engstelle belastet die Pumpe.

  2. Die Leistung Rückstauschutz beschreibt, wie Hebeanlage und Rückstauverschluss zusammenspielen und wann welche Lösung sinnvoll ist. Wird die Anlage ersetzt, achtet der Betrieb auf passende Leistung, Zugänglichkeit und geeigneten Standort.

  3. Halten Sie Wartungstermine im Hausbuch fest. Hausverwaltungen können so nachvollziehen, wann zuletzt geprüft wurde.

  4. Ob ein Ersatzgerät als Einzelanlage oder als Doppelanlage mit zwei Pumpen ausgeführt wird, hängt davon ab, wie wichtig ein durchgehender Betrieb für das Gebäude ist. Bei einer Doppelanlage übernimmt die zweite Pumpe, wenn die erste ausfällt.

Nr. 06Wann ein Fachbetrieb nötig wird

Rufen Sie an, wenn die Hebeanlage Alarm meldet, ungewöhnliche Geräusche macht oder Abwasser im Keller steht. Vermittelt wird ein geprüfter, selbstständiger Sanitärbetrieb für Hebeanlagen. Schildern Sie am Telefon, welche Meldung angezeigt wird und welche Räume angeschlossen sind. Die Fachkraft vor Ort prüft Pumpe, Schwimmer und Rückschlagklappe und bespricht mit Ihnen, wie die Anlage wieder zuverlässig arbeiten kann. Notieren Sie vorab Datum und Uhrzeit der Meldung sowie Hersteller und Typ der Anlage, soweit bekannt.

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Nr. 07Was Leser wissen möchten

Darf ich bei Alarm weiter duschen?

Das ist nicht ratsam. Der Alarm zeigt, dass der Pegel im Behälter steigt oder die Pumpe nicht fördert. Weiteres Abwasser verschärft die Lage. Schränken Sie die Nutzung der angeschlossenen Abläufe ein, bis der Fachbetrieb die Anlage geprüft hat.

Warum läuft die Pumpe ständig?

Häufig klemmt der Schwimmer, oder die Rückschlagklappe ist undicht, sodass Wasser zurückläuft. Auch ein blockiertes Laufrad kommt vor. Dauerlauf belastet die Pumpe und sollte nicht lange andauern. Lassen Sie die Ursache vom Fachbetrieb finden, bevor die Pumpe Schaden nimmt. Notieren Sie Dauer und Häufigkeit.

Gehören Feuchttücher in die Toilette?

Nein, auch wenn sie als spülbar beworben werden. Sie lösen sich schlecht auf und können Laufrad und Schwimmer blockieren. Gleiches gilt für Hygieneartikel, Fett und Küchenabfälle. Feuchttücher und Hygieneartikel gehören in den Hausmüll, besonders wenn Ihre Toilette an eine Hebeanlage angeschlossen ist.