Rückstauschutz für tiefer liegende Abläufe

Bei Starkregen kann das Sielnetz überlastet sein und Abwasser in tiefer liegende Abläufe zurückdrücken. Ein Rückstauverschluss oder eine Hebeanlage verhindert das; welche Lösung passt, klärt ein vom Sanitärservice Hamburg vermittelter, selbstständiger Fachbetrieb.
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Nr. 01Wie Rückstau entsteht
Rückstau tritt auf, wenn der Wasserstand im öffentlichen Kanal höher steigt als die Abläufe im Haus liegen. Das Abwasser sucht sich dann den Weg zurück und tritt aus dem tiefsten Ablauf aus, meist im Keller, in Waschküche, Garage oder Souterrain.
Als Rückstauebene gilt in der Regel die Straßenoberkante. Abläufe, die darunter liegen, brauchen eine Rückstausicherung. Wie das im Einzelnen eingeordnet wird, erklärt Rückstauebene erklärt.
Das Sielnetz der Hamburger Stadtentwässerung nimmt Regen- und Schmutzwasser auf, und bei heftigen Niederschlägen kann es an seine Grenzen kommen. Das Thema betrifft deshalb Häuser unterschiedlichen Alters. Betroffen sind nicht nur Altbauten. Auch Neubauten mit Souterrain, Tiefgarage oder ausgebautem Keller haben Abläufe unter der Rückstauebene. Entscheidend ist die Höhenlage, nicht das Baujahr.
Nr. 02Rückstauverschluss, Klappe oder Hebeanlage
Ein Rückstauverschluss sperrt die Leitung, sobald Wasser von der Kanalseite andrückt. Es gibt Ausführungen mit einer oder mit zwei Klappen, teils mit Handschieber als zusätzlicher Absicherung. Sie eignen sich dort, wo das Gefälle der Leitung ausreicht.
Dürfen wir Ihnen einen Fachbetrieb vermitteln? Rufen Sie einfach an und schildern Sie Ihr Anliegen.
Anrufen01579 2841431Nr. 03Bestandsaufnahme vor dem Einbau
Zuerst wird festgestellt, welche Abläufe unterhalb der Rückstauebene liegen und welche Leitungen daran hängen. Dazu gehören Bodenabläufe, Waschmaschinenanschlüsse, Duschen und WC im Untergeschoss.
Anschließend prüft die Fachkraft eine vorhandene Anlage auf Dichtheit und Beweglichkeit der Klappe. Rückstauverschlüsse sollten regelmäßig gewartet werden, denn Ablagerungen verhindern, dass sie zuverlässig schließen. Ein Hinweis zur Pflege findet sich in Rückstauklappe, was Eigentümer beachten sollten. Eine Hebeanlage wird in der Regel regelmäßig auf Funktion geprüft, etwa auf Schwimmerschalter, Rückschlagklappe und Alarm. Fällt sie aus, steht das Abwasser im Pumpenschacht, was an der Störmeldung erkennbar ist.
Nr. 04Pflichten und Zuständigkeit
Die Rückstausicherung betrifft Abläufe in tieferer Lage. Verantwortlich für das eigene Grundstück ist der Eigentümer, bei Mehrfamilienhäusern die Eigentümergemeinschaft oder die Hausverwaltung.
Wer vermietet, sollte zudem wissen, ob die Abläufe im Keller gesichert sind. Fragen zur Zuständigkeit erläutert die Seite Mieter, Vermieter, WEG. Ist ein Gebäude vermietet, kann ein Hinweis auf fehlende Sicherung der Abläufe an Eigentümer oder Verwaltung gehen, damit die Frage dort geprüft wird.
Nr. 05Rückstau, Leck oder Verstopfung
Steht Wasser im Keller, ohne dass es geregnet hat, geht es eher um Grundwasser oder Leitungsschäden, also um Kellerentwässerung oder Leckortung. Ein einfacher verstopfter Ablauf ist kein Rückstau, sondern gehört zur Seite über verstopfte Abflüsse.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, schildern Sie, wann das Wasser erschien. Der Zusammenhang mit Regen ist das wichtigste Indiz. Wer unsicher ist, ob ein Ablauf im eigenen Haus gesichert ist, kann diese Frage beim Anruf stellen. Der Fachbetrieb schaut sich Einbauten wie Klappe, Verschluss oder Schieber an und beschreibt, was vorhanden ist. Ein zweiter Hinweis ist die Art des Austritts: Kommt das Wasser aus dem Bodenablauf, spricht das für Rückstau, kommt es aus der Wand, eher für ein Leck.
Nr. 06Rückfragen im Überblick
Woran erkenne ich, ob mein Keller gefährdet ist?
Gefährdet sind Abläufe, die unter der Straßenoberkante liegen, etwa Bodenabläufe, Waschmaschinen- und WC-Anschlüsse im Keller. Ob ein Ablauf unter der Rückstauebene liegt, zeigt der Höhenvergleich mit der Straßenoberkante; das prüft der Fachbetrieb. Bei Gebäuden mit Keller und Bodenablauf lohnt eine Prüfung grundsätzlich.
Reicht eine Rückstauklappe allein aus?
Das hängt von Gefälle und Nutzung ab. Wo Abwasser nicht frei abfließen kann, ist eine Hebeanlage nötig. Der Fachbetrieb schaut sich die Leitungsführung an und entscheidet, welche Lösung die Abläufe zuverlässig sichert. Das gilt besonders, wenn im Keller Wohnräume oder Waschküche liegen. Auch die Lage des Kellers zur Straße spielt hinein.
Muss ich die Anlage warten lassen?
Ja, eine regelmäßige Wartung wird empfohlen. Klappen können durch Ablagerungen klemmen, Pumpen durch Fremdkörper ausfallen. Ein Fachbetrieb prüft Beweglichkeit, Dichtungen und Steuerung und hält den Zustand schriftlich fest. Eine Hebeanlage braucht zusätzlich Strom und eine Alarmfunktion. Notieren Sie Datum und Befund der letzten Prüfung, damit der Zustand nachvollziehbar bleibt.
Wer ist für den Rückstauschutz verantwortlich?
Für die Entwässerung auf dem Grundstück ist grundsätzlich der Eigentümer zuständig. In Eigentümergemeinschaften ist die Verwaltung der erste Ansprechpartner. Mieter melden Auffälligkeiten dem Vermieter bzw. der Hausverwaltung. Ein Hinweis an die Verwaltung beschleunigt die Klärung.