Wasserhahn tropft: Dichtung, Kartusche oder Perlator?

Ein Tropfen alle paar Sekunden wirkt harmlos, summiert sich aber im Wasserverbrauch und nervt in ruhigen Stunden. Je nach Bauart der Armatur steckt eine verschlissene Dichtung, eine defekte Kartusche oder ein verkalkter Perlator dahinter.
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Nr. 01Wo das Wasser austritt
Entscheidend ist die Stelle. Tropft es am Auslauf, obwohl der Hahn geschlossen ist, schließt die Dichtung oder die Kartusche nicht mehr vollständig. Tropft es am Griff, am Sockel oder am Schwenkarm, ist ein Dichtring im Inneren undicht, und Wasser sucht sich seinen Weg nach außen. Auch ein feuchter Fleck im Unterschrank unter dem Hahn kann ein Hinweis auf eine undichte Stelle sein, die oben noch nicht sichtbar ist.
Eine dritte Variante ist der Nachtropfen nach dem Zudrehen. Hier sammelt sich Wasser im Perlator oder in der Armatur und läuft nach. Das ist harmlos, wenn es nach kurzer Zeit aufhört, und ein Zeichen für verkalktes Sieb, wenn es länger dauert.
Halten Sie fest, ob es kalt oder warm tropft, ob es dauerhaft oder nur zeitweise geschieht und seit wann. Diese Angaben helfen dem Fachbetrieb bei der Einschätzung, welches Teil getauscht werden muss.
Nr. 02Dichtung und Kartusche
In Zweigriffarmaturen sitzt im Oberteil eine Dichtscheibe oder eine Keramikkartusche. Sie wird beim Zudrehen auf den Sitz gepresst und dichtet ab. Mit den Jahren verschleißen Gummi und Keramik, oder Kalk legt sich auf die Dichtfläche. Dann bleibt ein Spalt, durch den Wasser tropft.
Das Problem lieber einem Installateur anvertrauen? Sie rufen an, wir vermitteln einen Betrieb aus der Region.
Anrufen01579 2841431Nr. 03Der Perlator als Nebenverdächtiger
Ein verkalkter Perlator verändert den Strahl und lässt Wasser nachlaufen. Er ist die einfachste Stelle, die Sie prüfen können. Schrauben Sie ihn ab, reinigen Sie ihn und setzen ihn wieder ein. Eine ausführliche Anleitung bietet der Ratgeber Perlator verkalkt: reinigen und entkalken. Alternativ können Sie den Strahlregler austauschen, wenn er schadhaft ist, ohne die ganze Armatur zu wechseln.
Hört das Tropfen nach der Reinigung auf, war er die Ursache. Bleibt es, wenden Sie sich Dichtung und Kartusche zu. Das ist die übliche Reihenfolge, weil sie mit dem geringsten Aufwand beginnt.
Auch ein defekter Strahlregler kann Wasser in den Auslauf zurückdrücken.
Nr. 04Selbst reparieren: so gehen Sie vor
Schließen Sie zuerst das Eckventil unter dem Becken, ersatzweise das Hauptabsperrventil. Öffnen Sie den Hahn, damit die Restmenge abläuft. Decken Sie den Abfluss ab, damit keine Kleinteile verloren gehen, und legen Sie ein Tuch unter, das Kratzer verhindert.
Lösen Sie die Abdeckkappe und die Befestigung, ziehen Sie die Kartusche oder die Dichtung heraus und vergleichen Sie sie mit dem Ersatz. Setzen Sie das neue Teil ein und fetten Sie Dichtringe leicht mit Silikonfett, das für Trinkwasser geeignet ist. Ein Foto vor dem Zerlegen erleichtert den Zusammenbau, vor allem wenn mehrere ähnliche Teile vorhanden sind. Prüfen Sie nach dem Einbau mehrmals den Sitz der Verschraubungen und beobachten Sie die Stelle über eine Stunde.
Sitzt etwas fest, wenden Sie keine Gewalt an. Ein abgebrochener Hahn kann einen Wasserschaden auslösen. In diesem Fall ist der Fachbetrieb die bessere Wahl. Informationen bietet die Leistung Armaturen und Mischbatterien.
Nr. 05Wenn Geräusche und Druck mitspielen
Pfeifen, Klopfen oder Rattern beim Öffnen und Schließen der Armatur kann auf Druckschwankungen oder lockere Halterungen deuten. Die Ursache liegt dann oft nicht im Hahn, sondern im Leitungssystem. Dazu hilft der Ratgeber Klopfende Wasserleitungen: Ursachen. Bei Küchenarmaturen mit Schwenkauslauf tritt das Tropfen oft am Drehgelenk auf, wo ein O-Ring den Auslauf abdichtet.
Ein Tropfen, der sich verstärkt, sobald der Druck im Haus steigt, deutet auf eine undichte Stelle, die nur bei höherem Druck sichtbar wird.
Notieren Sie, was Sie bereits geprüft haben, mit Datum. Für Mieter genügt die Meldung an Vermieter oder Hausverwaltung mit dieser Beschreibung. Gerade im Altbau mit älteren Eckventilen sollten Sie prüfen, ob sich diese noch vollständig schließen lassen.
Bleibt ein Tropfen trotz neuer Dichtung bestehen, kann auch der Ventilsitz beschädigt sein; dann dichtet die neue Dichtung nicht, weil die Fläche darunter rau ist.
Nr. 06Wann Sie Hilfe holen sollten
Rufen Sie an, wenn der Hahn trotz neuer Dichtung weiter tropft, das Eckventil nicht mehr schließt, die Armatur fest sitzt oder Wasser an der Verschraubung austritt. Wir vermitteln einen selbstständigen Betrieb für Armaturen. Er tauscht Kartusche, Dichtungen oder die komplette Armatur und prüft, ob Eckventile und Anschlüsse ebenfalls ersetzt werden sollten.
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Nr. 07Fragen und Antworten
Wie viel Wasser verliert ein tropfender Hahn?
Das hängt von der Tropfenfolge ab. Schon wenige Tropfen pro Minute summieren sich über Wochen zu spürbaren Mengen. Lassen Sie das nicht liegen, denn mit der Zeit nimmt der Verschleiß zu und das Tropfen verstärkt sich.
Kann ich die Kartusche selbst wechseln?
Bei Standardarmaturen ist das möglich, wenn Sie das Eckventil schließen und das passende Ersatzteil besorgen. Notieren Sie Hersteller und Typ, am besten mit einem Foto. Bei Sonderarmaturen oder festsitzenden Teilen übernimmt besser der Fachbetrieb.
Soll ich bei einem alten Hahn besser die ganze Armatur tauschen?
Das entscheidet der Zustand. Ist die Armatur verkalkt und beschädigt oder gibt es keine Ersatzteile mehr, ist ein Austausch sinnvoll. Bei einem intakten Gehäuse genügt oft die neue Kartusche. Der Fachbetrieb beurteilt das vor Ort.