Badsanierung im Altbau: die Leitungen

Wer im Altbau ein Bad erneuert, stößt hinter den Fliesen auf Leitungen aus mehreren Jahrzehnten. Die Bestandsaufnahme vor dem ersten Schlag entscheidet, was mit erneuert werden sollte und was weiter im Haus bleiben kann.
Fachbetrieb vermitteln lassen01579 2841431
Nr. 01Warum der Blick hinter die Wand zählt
Ein neues Bad mit moderner Armatur auf alten, innen verkrusteten Leitungen verspricht wenig Freude. Fließt später braunes Wasser oder fällt der Druck, liegt es oft an Rohren, die bei der Sanierung unangetastet blieben. Eine Bestandsaufnahme vor Beginn hilft, solche Überraschungen zu vermeiden.
Nr. 02Zuleitungen: Blei, Stahl und Kupfer
Bei den Wasserleitungen unterscheidet man vor allem Blei, verzinkten Stahl und Kupfer. Blei sollte ausgetauscht werden, verzinkter Stahl rostet von innen und bildet Krusten. Hinweise zur Unterscheidung stehen im Ratgeber Bleileitungen im Altbau erkennen. Wird verzinkter Stahl entdeckt, lohnt der Blick auf Rost und Ablagerungen, wie ihn der Ratgeber über verzinkte Leitungen beschreibt.
Wird das Bad ohnehin geöffnet, bietet es sich an, auch die Zuleitungen zu erneuern. Der Aufwand für Wand- und Bodenöffnungen fällt dann nur einmal an, und neue Leitungen werden gleich passend zur neuen Raumplanung verlegt.
Wie ein solcher Austausch geplant wird, beschreibt die Leistung Leitungstausch im Altbau. Absperrventile für Bad und Strang sollten ebenfalls erneuert werden, wenn sie schwergängig oder undicht sind.
Lieber gleich mit einem Fachbetrieb sprechen? Ein Anruf genügt, wir vermitteln.
Anrufen01579 2841431Nr. 03Abflüsse und Gefälle
Die Abflussleitungen entscheiden über das Ablaufverhalten. Im Altbau trifft man auf Guss, Steinzeug oder Kunststoff, mitunter in Mischformen. Entscheidend sind Gefälle, saubere Verbindungen und ein Querschnitt, der zu den neuen Sanitärobjekten passt. Ein ausreichendes Gefälle von Duschrinne und Waschbecken bis zum Fallstrang sorgt dafür, dass Wasser ohne Rückstände abläuft.
Wer eine bodengleiche Dusche plant, braucht Raum im Bodenaufbau. Der Aufbau alter Decken mit Holzbalken setzt dort Grenzen, die sich nur mit Planung lösen lassen. Alte Gussanschlüsse benötigen oft passende Übergangsstücke, damit neue Kunststoffrohre dicht angeschlossen werden können.
Der Betrieb prüft vorab, ob der vorhandene Anschluss reicht oder verlegt werden muss. Das vermeidet spätere Geruchs- und Ablaufprobleme.
Ob die Abflüsse für eine bodengleiche Dusche reichen, hängt auch vom Ablaufvermögen des Bodenablaufs ab. Je größer der Duschkopf und je höher der Durchfluss, desto mehr Wasser muss der Ablauf in kurzer Zeit abführen. Der Fachbetrieb vergleicht deshalb Ablaufleistung und Leitungsquerschnitt, bevor Fliesen und Abdichtung entstehen.
Nr. 04Feuchtigkeit und Unterbau
Zeigen sich beim Öffnen Feuchteschäden, braune Flecken oder weiche Stellen im Boden, sollte die Ursache geklärt werden, bevor neu gefliest wird. Eine kleine undichte Verbindung unter dem alten Belag kann über Jahre Schaden angerichtet haben. Auch der Estrich verdient Beachtung: Feuchte Stellen deuten darauf hin, dass eine Leitung schon länger Wasser abgibt.
Hier hilft der Ratgeber Holzbalkendecke im Altbau: Leitungen und Feuchte, der erklärt, wie sich Nässe im Gebälk verhält. Diese Prüfung gehört vor die Fliesenarbeiten, nicht danach, denn spätere Eingriffe sind aufwendiger.
Erst nach Trocknung und Instandsetzung wird abgedichtet. Wer zu früh schließt, schließt Feuchtigkeit ein. Danach werden Fliesen verlegt, und die Montage der Armaturen schließt die Arbeiten an der Installation ab.
Wichtig ist auch der Schallschutz: Abflussrohre im Bad geben Fließgeräusche an Wände und Decken ab, wenn sie unzureichend gedämmt oder befestigt sind. Bei einer Sanierung lässt sich das mit passenden Rohrschellen und Dämmhülsen verbessern.
Nr. 05Reihenfolge und Zuständigkeit
Nr. 06Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Rufen Sie an, wenn eine Badsanierung ansteht und Sie wissen möchten, in welchem Zustand die Leitungen sind. Der Service vermittelt einen selbstständigen Betrieb mit Erfahrung im Leitungsbau. Schildern Sie am Telefon Baujahr des Hauses, vorhandene Materialien, soweit bekannt, und was geplant ist. Die Fachkraft vor Ort nimmt den Bestand auf und bespricht mit Ihnen, welche Leitungen mit erneuert werden sollten.
Fachbetrieb vermitteln lassen01579 2841431Weiterlesen im Kontobuch
Nr. 07Rückfragen im Überblick
Sollten alle Leitungen bei der Badsanierung erneuert werden?
Nicht automatisch. Blei sollte ausgetauscht werden, korrodierte Stahlrohre ebenfalls. Intakte Kupferleitungen können bleiben. Der Fachbetrieb beurteilt den Bestand und empfiehlt, was sich sinnvoll mit der Sanierung verbinden lässt, damit Wand und Boden nicht ein zweites Mal geöffnet werden müssen.
Muss ich das Wasser für die ganze Wohnung abstellen?
Das hängt vom Zustand der Absperrventile ab. Funktionieren die Ventile an Bad oder Etage, lässt sich der Bereich getrennt abstellen. Sind sie festgesetzt, muss der Strang abgesperrt werden. Der Betrieb stimmt das bei Mehrfamilienhäusern mit der Hausverwaltung ab.
Kann ich Leitungsarbeiten selbst übernehmen?
Bei kleinen Handgriffen wie dem Austausch einer Brause ja, bei Eingriffen in die Trinkwasser-Installation hinter dem Zähler nein. Dafür ist ein eingetragener Installateur zuständig. Fehler bei Verbindungen oder Abdichtung zeigen sich oft erst nach Monaten, wenn Wasser längst im Boden steht.